Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Montag, 31. Dezember 2012

Der Runenkalender

Heute ist Montag, der 31.12.2012. 
Zur Zeit herrscht der Einfluß der Dämmerungs-Rune

Dagaz 
vom28.12.12 bis zum 10.01.13.

Die Dämmerungsrune begleitet im Idealfall das Perchtentreiben, das Vertreiben der Winter- und Dunkelheitsdämonen, aus dem auch der spätere Karneval entstand. Dagaz symbolisiert als Dämmerung das wiedergeborene Licht nach Ragnarök und die Wiederkehr des Sonnengottes als noch schwaches Kind.
(vorher war  Othala und als nächstes kommt  Ingwaz )

Das Jahr hat zwölf Monate, und die meisten Jahre haben auch zwölf Monde. Das Ältere Futhark besteht aus 24 Runen. Was liegt also näher, als jeweils einen Halbmonat, beziehungsweise eine halbe Mondphase je einer bestimmten Rune zuzuordnen? Und genau das haben die alten Germanen auch getan.

Die 24 Runen des Älteren Futhark wurden über das Jahr verteilt und so jeweils ein bestimmter Zeitraum dem Geist einer Rune zugeordnet. Wie es jedoch genau gemacht wurde, dazu gibt es einige unterschiedliche Theorien. Die meisten dieser Modelle sind jedoch historisch und mythologisch völlig falsch, nämlich dann, wenn sie die Runen rechtsläufig, also beginnend mit Fehu, Uruz, Thurisaz usw. über das Jahr verteilen, das Runenjahr zum falschen Zeitpunkt beginnen lassen, Fixdaten für die Runen festlegen oder die Runenreihe gar auseinanderreißen und so umverteilen, daß die Runenbedeutung scheinbar zur Jahreszeit oder zu einem bestimmten Jahresfest paßt.

Legt man die Runen jedoch linksläufig um das Jahresrad, so wie sie auch gelesen wurden, und beginnt eben rückwärts um die Wintersonnenwende herum mit Othala, Dagaz, Ingwaz usw., dann ergibt sich plötzlich ein kalendermythischer Sinn, denn die runischen Mythenbezüge stimmen plötzlich sowohl mit den Jahreszeiten des germanisch-bäuerlichen Jahreskreises als auch mit den heidnischen Jahresfesten überein.

So fällt die Himmelslicht-Rune Ingwaz in die Nähe von Imbolc, die Opferstier-Rune Uruz in die Nähe des zweiten Disenopfers Disablót oder Samhain, die Hagel-Rune Hagalaz auf den Monatsübergang Juli/August, wo in der Tat die meisten Hagelschauer zu verzeichnen sind, die Pferde-Rune Ehwaz in die antike Frühaufgangsphase des Himmelsrosses Pegasos im Februar/März, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auf diese Weise wirkt die Anpassung des Runenringes auf den Jahreskreis geradezu maßgeschneidert.

Eine falsche Methode der Einteilung soll nicht unerwähnt bleiben, weil man immer wieder auf sie stößt, nämlich die, einfach die zwölf Tierkreiszeichen des Zodiak zu halbieren und jeweils jeder Hälfte eine Rune zuzuordnen. Gegen dieses Modell sprechen jedoch drei Gründe, die es für Runen ungeeignet machen. Erstens konnten die nordischen Völker aufgrund der Erdkrümmung die in der Antike im Mittelmeerraum festgelegten Sternzeichen gar nicht alle sehen, sodaß eine Übernahme dieses Modells durch die Germanen bezweifelt werden darf (es gibt im übrigen auch keinen Quellenbeleg dafür). Zweitens handelt es sich hierbei um Fixtermine, welche die den Germanen wichtigen Mondphasen völlig unberücksichtigt lassen. Drittens mußte das vor etwa 2.000 Jahren festgelegte Sternbild-Schema durch den astronomischen Rücklauf des Frühlingspunktes (Präzession) gegenüber dem heutigen Realjahr eine Abweichung von ca. 30° hinnehmen. Damit sind die Sternzeichen inzwischen gegenüber den Jahreszeiten um ganze zwei Monate verschoben. Somit würden ihnen zugeordnete Runen nicht mehr zu ihrer Bestimmung passen.

Das hier vorgestellte Modell eines Runenkalenders ist dem historischen Vorbild vermutlich am nächsten, soweit man es heute weiß. Leider ist es auch ein wenig kompliziert, da es sich nach den 24 halben Mondphasen richtet und manchmal einen umständlich anmutenden "Schaltmonat" als runenlose Zeit beinhaltet. Es ist zwar nicht so leicht zu handhaben wie Systeme, die auf festen Daten basieren und evtl. einfach die Rauhnächte zur runenlosen Zeit erklären, aber durch die Stimmigkeit mit den Mondphasen und Jahresfesten und nicht zuletzt wegen der historischen Korrektheit einfach schöner.

Bei den Germanen begann die Mondphase mit dem Neumond (wie heute auch). Eine komplette Mondphase dauert ca. 29,5 Tage (genau sind es 29,531 Tage). Eine halbe Mondphase dauert demnach knapp 15 Tage. Dies ist die Zeit, die je einer Rune zugeordnet ist und die deshalb Runenhalbmond genannt wird. Dem runen-mond-mythischen Denken entsprechend wirkt eine Rune aber nicht nur an ihrem Eintrittstag, dem zeitlich engen Mondstand, sondern die gesamte Zeit der halben Mondphase (Mondzunahme- oder -abnahmesphase) hindurch, für die sie steht. Dem zunehmenden Mond (Neumond bis kurz vor Vollmond) wird jeweils eine passive Rune zugeordnet, dem abnehmenden Mond (Vollmond bis kurz vor Neumond) eine aktive. So wechseln die Runen einander ab.

Nach alten Quellen geht der Anfang der Berechnung des runischen Jahreskreises vom lunisolaren Idealjahr aus. Ein solches ist dann gegeben, wenn ein Neumond exakt auf die Wintersonnenwende (21. Dezember) fällt, was durchschnittlich etwa alle 44 Jahre vorkommt. Die letzten waren 1900, 1957 und 1976, und die nächsten werden 2033, 2052 und 2120 sein.

Am 21. Dezember dieses Jahres (zuletzt am 21.12.1976) ist dann der 1. Neumond des nächsten Mondjahres. Somit fällt der Beginn eines neuen Runenjahres immer noch ins alte Kalenderjahr. Hier beginnt man mit der Rune letzten Othala. Alle folgenden Runen- und Mondstände fügen sich entsprechend an, so die vorletzten Rune Dagaz zum 1. Vollmond, Ingwaz zum 2. Neumond, Laguz zum 2. Vollmond und so weiter, bis man mit Uruz den 12. Neumond und schließlich mit Fehu den 12. Vollmond vollendet hat. Daran anschließend beginnt man wieder von vorn, auch wenn der eigentlich 12. oder 13. Jahres-Neumond, der nun wieder der 1. Runen-Neumond wird, noch vor der Wintersonnenwende liegt.

Schon hat man ein Problem mit der zeitlichen Verschiebung der Runen, weil das Mondjahr (Lunarjahr) nicht mit dem Sonnenjahr (Solarjahr) übereinstimmt. Das Sonnenjahr mit seinen 365 (oder in Schaltjahren 366) Tagen und seinen typischen Witterungs- und Klimaständen gab und gibt die großen profanen Arbeitsperioden vor, ebenso die kultischen Sonnen-Festzeiten. Mit seinen vier Fixpunkten (Sommer- und Wintersonnenwende sowie Frühjahrs- und Herbsttagundnachtgleiche) prägt es den festen, unveränderlichen Rhythmus der Jahreszeiten. Der Lauf des Mondes spielt sich innerhalb dieses Rahmens ab, paßt sich ihm aber nicht an.

12 Mondmonate à 29,5 Tage decken nur einen Zeitraum von 354 Tagen ab. Die restlichen 11 (oder in Schaltjahren 12) Tage sind der Grund dafür, daß es manchmal Jahre mit 13 Neu- und/oder Vollmonden statt 12 gibt (zum Beispiel 2004, 2006, 2009, 2012, 2015, 2017 und 2020). Daher muß man eine Schaltregel einhalten, um das Mondjahr an das Sonnenjahr anzupassen.

Täte man das nicht, würden sich aufgrund der Rundlaufzeiten des Mondes um die Erde die runischen Mondphasen immer weiter im Sonnenjahr zurückbewegen, nämlich genau um die 11 oder 12 Tage (durchschnittlich 11,25 Tage) Differenz der beiden Systeme. Schon nach etwa 16 Jahren wäre beispielsweise die Rune Othala, die zur Wintersonnenwende gehört, über den halben Jahreskreis zurückgewandert und würde sich im Hochsommer wiederfinden. Bei Jahren mit 13 Neumonden, ist die Verschiebung zum nächsten Jahr natürlich besonders stark, weil inzwischen eine Abweichung um einen ganzen Mondmonat stattgefunden hat.

Wie dieses Problem gelöst wird, ist aus dem Frühmittelalter durch den Benediktinermönch Beda Venerabilis (Beda = althochdeutsch: der Besitzende, Venerabilis = lat.: der Ehrwürdige) überliefert. Er war ein angelsächsischer Historiker, der um 673 in Wearmouth (Northumberland) geboren wurde, als Vater der englischen Geschichtsschreibung galt, am 26.05.735 im Kloster Jarrow (Grafschaft Durham) starb und 1899 durch Papst Leo XIII. heilig gesprochen wurde (Gedenktag 25. Mai) und den Ehrentitel "Kirchenlehrer" erhielt.

Beda hielt fest, daß die germanischen Weisen ihre lunisolare Jahresorganisation alle zwei bis drei Jahre - dann, wenn sich die aktuellen Mondstände zu weit von ihrer ursprünglichen idealen Plazierung in den zu ihnen passenden Jahreszeiten entfernt haben - durch einen zusätzlichen 13. Mondmonat, einen nicht gezählten Schaltmond, korrigierten, um eine kontinuierliche Rückverlagerung der Jahresrunen-Mondstände zu verhindern und die Kultfeierdaten trotz der genannten Mondschwankungen korrekt zu halten. Dieser Schaltmond wurde (nach Beda) zwischen die beiden Halbjahres-Mondmonate im Zeitraum vor der Sommersonnenwende eingefügt. Dieser zusätzliche, nicht gezählte Mondmonat ist ein rein kalendertechnischer, runenloser "Leermonat", in dem keine Kultfeste stattfinden.

Praktisch wird das so gehandhabt, indem in jedem Jahr, in welchem die der Sommersonnenwende zugeordnete Rune Jera des 7. Neumondes schon so weit in den Mai gerutscht ist, daß zur Sommersonnenwende am 21. Juni bereits Naudhiz käme, man anstelle von Jera und der nachfolgenden Isa einen ganzen Mondmonat runenlos läßt und nicht zählt. Erst den darauffolgenden, eigentlich 8. Neumond (wo ursprünglich Naudhiz wäre), zählt man nun 7. Neumond, ordnet ihm Jera zu und schließt daran wieder die Zählung aller folgenden Monde und Runen an, welche sich somit kalendarisch um einen ganzen Mondmonat nach hinten verschieben.

Als Faustregel gilt, daß man dann einen Schaltmond einfügt, wenn Jera vor dem 23. Mai liegen würde (dann fiele Naudhiz auf die Sommersonnenwende, diese kann so aber von Jera eingenommen werden). Liegt Jera aber auf oder nach dem 23. Mai, so würde sich eine Verschiebung auf oder nach dem 22. Juni ergeben und die Sommersonnenwende somit in die "verbotene", runenlose Zeit fallen. Die aktuellen Schaltmondjahre sind 1999, 2001, 2004, 2007 und 2010.

Mit dieser Regelung wird erreicht, daß zum fröhlichen Fest der Sommersonnenwende stets die dieser auch zugeordneten Runen Jera (für das Jahr) und Isa (für die Opferung des Sonnengottes Balder) gelten, nicht aber die Notrune Naudhiz, welche für den Hunger kurz vor der ersten Ernte steht, wenn die Vorräte aufgebraucht sind. Außerdem kann so die Sommersonnenwende Litha weder in die runenlose Zeit (denn zu dieser dürfen ja keine Feste gefeiert werden) noch in die Notzeit Naudhiz fallen.

Selbst das bewegliche Mondfest Beltane fällt so nur selten in die runenlose Zeit - nur dann, wenn es sehr spät im Mai liegt. Dabei darf man aber auch nicht vergessen, daß Beltane ein keltisches Mondfest und Litha ein germanisches Sonnenfest ist, daher nahm man es mit dem Feierverbot in der runenlosen Zeit bei Beltane nicht so genau. Das runen-mond-mythische Denken der alten Germanen erhob zudem gar nicht den Anspruch, einer mathematisch exakten Astronomie folgen zu wollen. Es sollte die Menschen lediglich spirituell durch das Jahr begleiten.

Bei Einhaltung dieser Schaltregel bleiben die mondabhängigen Runen stets im Bereich der zugehörigen germanischen Sonnenfeste angekoppelt, d.h. sie pendeln durchschnittlich in Plus-Minus-Verschiebungen von etwa. 2 Wochen um den Idealstandort. Im Folgenden werden die Jahresrunen, der pendelnde Bereich der Spanne ihres Wirkbeginns und der Spanne ihres Wirkendes und die mythologische Bedeutung der Rune zu diesem Zeitpunkt dargestellt.
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Rune:
Wirkzeitraum:
Kalendermythologische Bedeutung:
1. Neumond
Mitte Nov./Ende Dez.
bis
Anfang Dez./Anfang Jan.
Die Heimrune wirkt im Idealfall zur WintersonnendwEnde Jul und in den Rauhnächten, wo die Leute "daheim" bleiben sollten. Der "Modraneht" (Mütternacht) Jul folgen die Rauhnächte als Erinnerungsnächte des sonnengebärenden Uraktes, bei dem die dunkelste Zeit wieder den neuen Aufstieg der Sonne hervorbringt. Odin führt in dieser Zeit die wilde Jagd an, und es ist auch Odins Rune, welche die Menschen davor beschützt.
1. Vollmond
Anfang Dez./Anfang Jan.
bis
Mitte Dez./Mitte Jan.
Die Dämmerungsrune begleitet im Idealfall das Perchtentreiben, das Vertreiben der Winter- und Dunkelheitsdämonen, aus dem auch der spätere Karneval entstand. Dagaz symbolisiert als Dämmerung das wiedergeborene Licht nach Ragnarök und die Wiederkehr des Sonnengottes als noch schwaches Kind.
2. Neumond
Mitte Dez./Ende Jan.
bis
Anfang Jan./Anfang Feb.
Die Himmelslicht-Rune symbolisiert das wiedergeborene, noch schwache Licht wirkt im Idealfall bis direkt vor Imbolc. Opfer für ein gutes Jahr und für Frieden, Beginn neuer Vorhaben.
2. Vollmond
Anfang Jan./Anfang Feb.
bis
Mitte Jan./Mitte Feb.
Die Wasserrune begleitet im Idealfall das Reinigungsfest Imbolc mit dem Disenopfer Disablót. Als Lauch-Rune begrüßt sie das erste Grün. Sie steht ebenso für Fruchtbarkeit und Spiritualität. Als Mondrune leitet sie das erste der Mondfeste des Jahres ein.
3. Neumond
Mitte Jan./Mitte Feb.
bis
Ende Jan./Anfang Mrz.
Die Mannesrune erinnert daran, daß auch der Sonnengott Balder nun zum Knaben herangewachsen ist und den Kampf gegen die Dunkelheit aufnimmt. Das Spielerische des Knaben gemahnt den Menschen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen (Karnevalszeit).
3. Vollmond
Ende Jan./Anfang Mrz.
bis
Mitte Feb./Mitte Mrz.
Die Pferderune wirkt im Idealfall bis kurz vor das Sieg- und Roßopferfest Ostara. Die Rune erinnert an die Begrüßung der wiedererwachenden Natur und macht das Verhältnis zu nichtmenschlichen Mitgeschöpfen bewußt.
4. Neumond
Mitte Feb./Mitte Mrz.
bis
Ende Feb./Anfang Apr.
Die Fruchtbarkeits- und Frauenrune wirkt im Idealfall zum Frühjahrsäquinoktium Ostara. Die fruchtbar gewordene Erdmutter und der zum Mann gereifte Sonnengott umwerben sich zur baldigen Hochzeit.
4. Vollmond
Anfang Mrz./Anfang Apr.
bis
Mitte Mrz./Mitte Apr.
Die Siegesrune zeigt den Sieg des Lichts an und wirkt im Idealfall um das germanische Siegopferfest Sigrblót beziehungsweise Ostara.
5. Neumond
Mitte Mrz./Mitte Apr.
bis
Ende Mrz./Anfang Mai
Die Sonnenrune wirkt im Idealfall bis direkt vor Beltane. Sie gemahnt auch an das Opfer von Tyrs Hand bei der Wolfsbindung und an das bald folgende Opfer des Sonnengottes Balder als Preis des Sieges.
5. Vollmond
Ende Mrz./Anfang Mai
bis
Mitte Apr./Mitte Mai
Die Schutzrune stärkt und schützt die Verbindungen welche die Liebenden eingegangen sind, verleiht Fruchtbarkeit und schützt auch die Neugeborenen.
6. Neumond
Mitte Apr./Mitte Mai
bis
Ende Apr./Anfang Jun.
Die Geburtsrune begleitet im Idealfall das Feuer- und Liebesfest Beltane als Fruchtbarkeitszeichen.
6. Vollmond
Ende Apr./Anf. Jun.
bis
Mitte Mai/Mitte Jun.
Die Weltenbaumrune wirkt im Idealfall zum Ausklang der Maibaum-Zeit und symbolisiert den Lebensbaum und den Tanz des Lebens rund um den Baum (die Maibaumtradition steht damit in Zusammenhang).
-
evtl.
runenlos
Neu- und Vollmond
Mitte Mai/Anf. Jun.
bis
Ende Mai/Mitte Jun.
In die Zeit des Schaltmondes alle zwei bis drei Jahre können im Idealfall keine Feiern fallen; Beltane liegt dann fast immer davor, Litha immer danach.
7. Neumond
Ende Mai/Ende Jun.
bis
Anfang Jun./Anfang Jul.
Die Jahresrune wirkt im Idealfall zur SommersonnenwEnde Litha als Höhepunkt des Jahreslichts und des Sonnenzyklus. Inmitten all der lebendigen Natur erinnert ein erster Anflug von Niedergang und Tod an den ewigen Kreislauf des Jahresrades von Werden und Vergehen.
7. Vollmond
Anfang Jun./Anfang Jul.
bis
Ende Jun./Mitte Jul.
Die Eisrune erinnert an die Opferung und das Sterben des Sonnengottes Balder zu Litha und an die von nun an wieder zunehmEnde Dunkelheit.
 8. Neumond
Ende Jun./Ende Jul.
bis
Anfang Jul./Anfang Aug.
Die Notrune wirkt im Idealfall bis kurz vor Erntebeginn als Zeichen des Hungers und der Not, aber auch der kommenden Wendung. Sie ist aber auch Liebesrune und Symbol der Samenlegung der neuen Sonne als Hochzeit zwischen Sonne und Erde, aus der neun Monde später die frühjährliche Siegsonne (Sowilo) erwachen wird.
8. Vollmond
Anfang Jul./Anfang Aug.
bis
Ende Jul./Mitte Aug.
Die Hagelrune wirkt im Idealfall vor und zum Erntefest Lughnasad als Hagelschutzbitte, und tatsächlich hagelt es oft zu dieser kritischen Zeit vor der Ernte, und einer der sommerlichen Hagelstürme kann im letzten Augenblick noch die Arbeit des Jahres zunichte machen.
9. Neumond
Ende Jul./Mitte Aug.
bis
Anfang Aug./Anfang Sep.
Die Wonnerune begleitet die Zeit der Fülle und Freude nach der ersten Ernte. Erntefrieden und Erntewonne belohnen für überstandene Gefahren, abgewendete Hungersnot und die geleistete Arbeit.
 9. Vollmond
Anfang Aug./Anfang Sep.
bis
Mitte Aug./Mitte Sep.
Die Geben- und Geschenkrune erinnert an die Erntedankgaben und die Versorgung der Bedürftigen, das Ende der Kornernte und Erntedank (die Vereinigung von Sonnengott und Erdmutter im Frühjahr hat nun Erfolge gezeigt). Die Götter haben ihren Teil des Paktes mit den Menschen eingehalten und ihnen reiche Gaben beschert. Jetzt ist der Mensch am Zuge.
10. Neumond
Ende Aug./Mitte Sep.
bis
Anfang Sep./Anfang Okt.
Die Feuerrune wirkt im Idealfall zum Herbstäquinoktium Mabonad und zeigt an, daß die Feuer in den Häusern zur beginnenden dunklen Jahreshälfte wieder länger brennen. Kenaz als "Fackel" symbolisiert auch, daß das Licht trotzdem erhalten und weitergetragen werden kann (die embryonale Sonne im Inneren der Erdmutter).
10. Vollmond
Anfang Sep./Anfang Okt.
bis
Mitte Sep./Mitte Okt.
Die Ritualrune erinnert an den Beginn der besinnlicheren Zeit. Manchmal begleitet sie Mabonad, das endgültige Sommerabschlußfest. Sie steht für Sieg- und Dankopfer für überstandene Kämpfe und eingebrachte Ernten. Es ist die Zeit der Regeneration und ein letztes Atemholen vor der dunklen Phase.
11. Neumond
Mitte Sept./Mitte Okt.
bis
Anfang Okt./Ende Okt.
Die Windrune läutet die stürmische Zeit ein. Dies ist eine Zeit der Reinigung und Läuterung. Neuanfänge werden vermieden, damit das Alte erst einmal abgeschlossen werden kann.
11. Vollmond
Anfang Okt./Anfang Nov.
bis
Mitte Okt./Mitte Nov.
Die Riesenrune begleitet die Zeit der Stürme und Unwetter und stimmt auf die zu Samhain beginnEnde Jahresnacht ein. Eine günstige Zeit, in Verbindung zum "Schattenreich" zu treten - zu den tieferen Schichten des Unterbewußtseins.
12. Neumond
Mitte Okt./Mitte Nov.
bis
Anfang Nov./Anfang Dez.
Die Urstierrune erinnert als Opferstierrune an die traditionellen Vorwinterschlachtungen und an das zweite Disenopfer des Totenfestes Samhain. Der Sonnengott stirbt und opfert sich.
12. Vollmond
Anfang Nov./Anfang Dez.
bis
Mitte Nov./Mitte Dez.
Die Vieh- und Vermögensrune wirkt, während man die Bilanz des Jahres zieht. Der wilde Auerochse Ur ist domestiziert und bringt Reichtum. Ein Überbleibsel aus diesem Gedankengut ist in heutiger Zeit das Gespann Nikolaus und Knecht Ruprecht, früher niemand anderer als Odin, der mit der Haselrute Mensch und Vieh berührte und Fruchtbarkeit schenkte (die Fruchtbarkeit des Viehs bedeutet Reichtum).
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Runenkalender 2013 (Schaltmond)
Rune:
RM:
Beginn:
Ende:
HM:
Bermerkungen:
1.
13.12.12
27.12.12
12.
21.12.12 Jul
 Dagaz 
1.
28.12.12
10.01.13
12.

2.
11.01.13
26.01.13
13.

2.
27.01.13
09.02.13
13.

3.
10.02.13
24.02.13
1.

3.
25.02.13
10.03.13
1.
25.02.13 Imbolc
4.
11.03.13
26.03.13
2.

4.
27.03.13
09.04.13
2.
20.03.13 Ostara
5.
10.04.13
24.04.13
3.

 5.
25.04.13
09.05.13
3.

6.
10.05.13
24.05.13
4.
23.05.13 Beltane
6.
25.05.13
07.06.13
4.

(runenlos)
-
08.06.13
22.06.13
5.
21.06.13 Litha
(runenlos)
-
23.06.13
07.07.13
5.
Schaltmondmonat
 Jera
7.
08.07.13
21.07.13
6.

 Isa
7.
22.07.13
05.08.13
6.

8.
06.08.13
20.08.13
7.
20.08.13 Lughnasad
 Hagalaz 
8.
21.08.13
04.09.13
7.

9.
05.09.13
18.09.13
8.

 Gebo
9.
19.09.13
04.10.13
8.
22.09.13 Mabonad
10.
05.10.13
18.10.13
9.

10.
19.10.13
02.11.13
9.

11.
03.11.13
16.11.13
10.
03.11.13 Samhain
11.
17.11.13
02.12.13
10.

 Uruz
12.
03.12.13
16.12.13
11.

 Fehu
12.
17.12.13
31.12.13
11.
21.12.13 Jul

Zur weitergehenden Betrachtung kann man die 24 Runen in 8 Gruppen à 3 Stäbe einteilen, welche dann jeweils einem Jahresfest zugeordnet sind, welches auf sie fallen kann.

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Jahresfest:
Zugeordnete Runen:
Samhain
Jul (Wintersonnenwende)
Imbolc
(Frühjahrsäquinoktium)
Beltane
(Sommersonnenwende)
Lughnasad
Mabonad (Herbstäquinoktium)

Man kann die Runen auch in 4 Gruppen à 6 Stäbe einteilen und den Jahreszeiten zuordnen:

Jahreszeit:
Zugeordnete Runen:
Winter (Friggzeit)
Frühling (Balderzeit)
Sommer (Donarzeit)
Herbst (Thursenzeit)