Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Samstag, 7. Juli 2012

Die Externsteine

Das verschwiegene Heiligtum Deutschlands und die verlorenen Wurzeln europäischer Kultur. Eine mittelalterliche, sakrale Stätte inmitten bizarrer Sandsteinfelsen - das sind die Externsteine in Horn-Bad Meinberg im Herzen des Lipperlandes. Die Externsteine sind ein in Stein gemeißeltes Geheimnis unserer Kultur, über dem der Schleier der Zeit liegt. Die wahre Geschichte bleibt dem Auge des modernen Menschen verborgen. Steinzeitliche Großskulpturen, keltisch-germanische Kultstätte und Sternwarte, vielleicht sogar der Ausgangspunkt für den Aufstand unter dem Germanenfürsten Arminius, das vielschichtige christliche Kreuzabnahmerelief, die Zeichen der Tempelritter und die Suche nach dem Gral - die Geschichte der Externsteine geht viel tiefer als wir es ahnen. War an den Externsteinen die erste Klostergründung der Mönche von Corby, bevor sie das Kloster Corvey an der Weser gründeten? Warum wollte Ferdinand II. de’Medici, Großherzog der Toskana 1654 die Externsteine kaufen? Er soll dort eine Reliquie gesucht haben, vielleicht den Heiligen Gral der Tempelritter? Die Externsteine sind mehr als nur die Ablösung der alten Götterwelt durch den christlichen Glauben. Ein dunkles Geheimnis schwingt bis heute um die Sandsteinfelsen. Wenngleich noch vieles durch Unwissenheit, Ignoranz und Denkfaulheit ausgeblendet wird, so wird die frühe Geschichte unseres Kulturraums zunehmend mehr wahrgenommen.


Eine spirituelle Reise um die Externsteine im August 2011 nebst Runen- und Texteinblendungen.
Nimm Dir Zeit und Ruhe!
Musik:
1. Eldensky, Cloven Hills, (From Forgotten Pagan Realms 2011)
2. Lord Wind, Prophecy of the Norns, (Rites of the Valkyries 2001)
3. Lord Wind, Rhinemaidens Lamentation, (Rites of the Valkyries 2001)
4. Graveland, Wotan mit mir (Intro), (Wotan mit mir (EP) 2008)
                                        Ehre die Ahnen!



Halgadom, aus den Stücken Runenkraft und Wotans Krieger
Kennst du die alte Kunde vom germanischen Heiligtum,
verborgen in Teutoburgs Wäldern,
den göttlichen Mächten zum Ruhm?
Dort an den Externsteinen die Irminsäule stand.
So lange man sie ehrte, war Einigkeit im Land.
Da kamen die fränkischen Heere, vergiftet vom Geist der Zeit,
die hieben die Säule nieder. Seitdem herrscht Hader und Streit.
Verwirrt in Glaubenskriegen irrt unser Volk umher,
es hat noch manche Blätter, doch keine Wurzeln mehr.
Wir brauchen wieder Hüter für unsres Volkes Gedeihn.
Willst du ein Hüter des Volkes - der Irminsäule sein?



Wissenswertes über die Externsteine

Die Externsteine sind ein zerklüftetes Sandsteinmassiv, das bei der Gebirgsbildung des Teutoburger Waldes entstand. (Die Externsteine liegen im Nordwesten Deutschlands, im Teutoburger Wald, etwa zwischen Detmold und Paderborn in Westfalen / Holzhausen/Horn-Bad-Meinberg). Von der insgesamt 13 Felsen umfassenden Gruppe der Externsteine haben sich im Bewusstsein der Menschen vor allem die fünf mächtig herausragenden Felsen eingeprägt, vor denen eine weite Lichtung den offenen Blick auf die Felsengruppe ermöglicht. Die rätselhaften Gestaltungen des alten Naturheiligtums werden in jedem Besucher Verwunderung und Fragen auslösen, die nur bei genauerer Betrachtung und in einem größeren Zusammenhang verständlich werden. Aber allein schon die zerklüftete, verwitterte Felsenkette des alten Osning,('Osning' war in lange vergangenen Zeiten der klangvolle Name des Naturheiligtums das wir heute Externsteine nennen.) die sich mitten im Wald, von keiner größeren Entfernung einsehbar, hoch in den Himmel erhebt, ist mehr als beeindruckend. Das Heiligtum war in früh-germanischer Zeit als Mysterienstätte weithin bekannt, als ein von Druiden und einer geistigen Elite geführtes Schulungs- und Einweihungszentrum und als eine bedeutende Heilstätte.

Und am Osning stand die Irminsul - im fanum, dem heiligsten Bezirk des Götterhaines. Irminsul hieß nicht nur Säule oder Baum, die Irminsul trug das All, sie galt als Brücke zur Ewigkeit und zur Erhabenheit der Natur. Sie war das Symbol der großen Weltesche, des Lebensbaumes der alten Völker: Das Herz der Dinge, Hort des Lebens, Ort und Symbol der Reinheit göttlichen Wirkens. An den Externsteinen lag der traditionelle Sitz der Veleda genannten Hohepriesterin, die noch in römischer Zeit den Rang einer Regentin einnahm, denn ein Heiligtum wie der Osning hatte für die Germanen nicht nur religiösen Charakter. Es war der Mittelpunkt ihrer Welt, dort wurde im Angesicht der Götter - an der Thingstätte vor den Felsen - Recht gesprochen, dort wurde über Krieg und Frieden entschieden, ihre Stammesführer wurden hier gewählt und inauguriert. Dorthin führten auf einer Heiligen Straße, von Paderborn über weitere Orte die jahreszeitlichen Festumzüge, die weit mehr Bedeutung hatten als in orgiastischen Feiern zu enden. In unmittelbarer Nähe lag das Heiligtum der Fruchtbarkeits-Göttin OSTARA, ein Dreihügelheiligtum, ........ vor mindestens 5000 Jahren errichtet. Auf diese Zeit geht der Nerthuskult zurück, als Nerthus noch als Große Göttin verehrt wurde, deren heiliger Wagen im Frühjahr, zur Osterzeit durch die Lande gezogen wurde. Viele weitere kleinere, an den Osning angeschlossene Heiligtümer in der Umgebung, dienten den Menschen zur Verehrung ihrer Gottheiten, der Mutter Erde und der Natur.

Wie die ganze Gegend im Umkreis der Externsteine erfuhr der OSNING einige Zerstörungen durch die Römer. Doch das alte Heiligtum war nicht leicht zu erobern, es wurde wehrhaft verteidigt von den ansässigen Stämmen, von Cheruskern, Marsern und Sugambrern. Das waren die alt-germanischen Volksstämme, deren Fürsten an den Externsteinen ihre spirituelle Einweihung erfuhren. Die Sugambrer zogen später von dort nach Westen, um noch in der Tradition des alten keltischen Königtums das Reich der Merowinger zu gründen, die über 4 Jahrhunderte das Reich der Franken regierten. Während das merowingische Reich erblühte und verging war das Heiligtum an den Externsteinen das Herz des freien, unabhängigen Sachsenlandes, das Karl der Große im 8. Jahrhundert mit einem mehr als 30-jährigen Krieg überzog, um die Sachsen zu missionieren und sie in sein Frankenreich zu holen. Im Jahre 772 besetzte Karl die mit dem Osning verbundenen heiligen Stätten in Paderborn und ließ alle Einrichtungen an den Felsen der Externsteine sprengen. Das Heiligtum wurde seiner Einzigartigkeit vollständig beraubt.


Die Kreuzabnahme -bereits in vorchristlicher Zeit 
soll sich an dieser Stelle ein Relief befunden haben, 
welches nach der Christianisierung um 1130 durch 
ein christliches Abbild ersetzt wurde. 
Rechts im Bild ist die gestürzte Irminsul zu sehen. 
Symbolisch wird hier der Sieg der Christen über das 
Heidentum abgebildet. Im unteren Teil kann man noch 
die Reste des ursprünglichen Reliefs erkennen.

Nicht lange nach dem Zerstörungswerk an den Externsteinen wurde dort am Felsen 1 ein Relief angebracht, das die Kreuzabnahme Christi darstellt, es trägt eindeutige Merkmale eines Einweihungsbildes und zeigt, daß der Ort auch noch in frühchristlicher Zeit in seinem Einweihungscharakter anerkannt war. Dieses Relief gibt bis heute Rätsel auf.

Um etwa 1100 richteten die Mönche des Paderborner Klosters Abdinghof in der uralten Kuppelhöhle der Felsen eine Kapelle ein, in der die Messe gelesen werden sollte. Die vorzeitlichen Einrichtungen am Osning wurden fortan als Stationen des Leidensweges Christi und als Heiliggrabkirche dargestellt.

Im 17. Jahrhundert erfuhren die Externsteine noch einmal unverhoffte Bedeutung durch das sogenannte 'Jagdschloß der Herren zu Lippe', das unmittelbar vor den Hauptfelsen am Osning errichtet wurde. In seiner Konstruktion weist das Bauwerk auf alles andere hin als auf ein Jagdschloß.

Mit Sicherheit wurde die alte Stätte zu geheimgehaltenen Experimenten genutzt, - .... und wie so viele andere alte Stätten war es Treffpunkt von Natur- und Geisteswissenschaftlern und von geheimen Orden der Renaissance, die von Erd- und Himmelskräften, von Radiästhesie, von Heiliger Geometrie und von Astronomie etwas verstanden.

Ihre Geheimnisse wecken seit der Antike bis heute auf mancherlei Wissensgebieten größtes Interesse, nicht nur in den Grenzwissenschaften sondern vor allem im Bereich der Physik und der Nutzung natürlicher Energie. Vielleicht interessierten sich deshalb auch die Nationalsozialisten für die Externsteine und ließen dort Grabungen durchführen. Allgemein wurde verbreitet, sie wollten den Ort als Germanisches Heiligtum wiederbeleben, machten dazu aber keine Anstalten, wahrscheinlich haben sie etwas ganz anderes gesucht.

Die bisherige Schilderung zählt allenfalls einige Jahrhunderte in der jüngeren Geschichte der Externsteine auf, der OSNING kann sich rühmen, über viele Jahrtausende vor dem bekannt gewesen zu sein, wie viele Jahrtausende wissen wir nicht genau. Einiges weist darauf hin, daß der Osning schon ein Heiligtum während der Eiszeit gewesen ist, denn er stand nur wenige Kilometer vor dem Rande der eiszeitlichen Gletscher. Die Topographie erinnert an die in der Edda erwähnten 'Eisriesen', an denen der geheimnisvolle Ort Ginungagap wie in einer trichterförmigen Ausbuchtung gelegen haben soll.
An der Westwand der Höhenkammer
befindet sich eine Gesichtsdarstellung
die je nach Sicht Wodan/Odin darstellen soll.

Oder war der Osning das legendäre Asgard, der Sitz der göttlichen Asen? Auch darauf verweisen Mythologie und sehr lebendige Sagen, wie die Erzählung über die Wanderfahrt des Nordlandkönigs Gylfi zu dem alten Heiligtum.

Als Spaziergänger auf den langen Wanderwegen durch den Teutoburger Wald oder das Eggegebirge, wird man kaum annehmen, daß hier und dort auftauchende Steinsetzungen sowie sehr weit entfernte Gegenden - z.B. das 'Externtal' bei Porta Westfalica - vor langer Zeit zu einem zusammenhängenden und gut vermessenen Großraum der Externsteine gehörten, in dem der Osning der glanzvolle, im wahrsten Sinne des Wortes 'strahlende' Mittelpunkt war.

Die großräumige Betrachtung der Externsteine wird zu einem Schlüsselerlebnis, wenn man sich daran erinnert, daß der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtet hat, die Stätte läge in einem heiligen Gebiet von '10 Deutschen Meilen in der Runde'. Das Maß einer Deutschen Meile ist 7,5 km. Damit umfaßte das 'heilige Land' ein gewaltiges Gebiet, das den Ausläufer des Teutoburger Waldes bei Bielefeld im Nordwesten einschloß, im Osten an Holzminden grenzte sowie im Norden von der Porta Westfalica bis zum südlichsten Ausläufer des Eggegebirges reichte. Diese Größenordnung erscheint aus heutiger Betrachtung vielleicht unglaubhaft. Dennoch zeigen auch andere in die Jungsteinzeit zurückreichende Großanlagen in Großbritannien, Irland und Frankreich ähnliche Größenordnungen.

Bewegen wir uns weiter auf der Spur größerer Zusammenhänge so erhalten wir Hinweise zu einer großräumig vermessenen Kraftanlage, deren Mittelpunkt die Externsteine gewesen sein müssen. Verblüffend sind die Visierlinien, die sich an den Externsteinen kreuzen und in allen Himmelsrichtungen zu anderen vorzeitlichen Steinsetzungen führen.

Unklar ist, ob bei der Vermessung in alter Zeit die Deutsche Landmeile mit 7,5 Kilometern zugrunde gelegt wurde, oder die 'Geografische Meile' mit 7,42 km - die im Hinblick auf die alte Vermessungstechnik wahrscheinlicher ist. Geht man davon aus, daß die vorzeitlichen Wissenschaftler ihren Messungen die geografische Meile von 7,42 km zugrundegelegt haben, so kann man voraussetzen, daß sie den Umfang des Planeten Erde kannten, und ihn nach allen Regeln der Kunst vermessen haben, denn eine geografische Meile ist exakt der 15. Teil eines Äquatorialgrades.

Wir können unseren Vorfahren durchaus ein umfangreiches globales Wissen zutrauen, denn wenn wir mit diesen Maßen die Externsteine in einem größeren Netz europäischer Kraftorte sehen, werden wir uns nicht über Entfernungen von 100 deutschen Meilen (= 750 km) zu anderen berühmten Kraftorten in Europa wundern, die in megalithischer Zeit errichtet wurden: Stonehenge - Externsteine = 100 dt. Meilen! Daß die Megalithiker die Externsteine nicht ausgelassen hatten beweist der einst 3 Meter lange mächtige Dolmen vor dem Hauptfelsen. Er fiel zur Hälfte bereits den Zerstörungen unter Karl dem Großen zum Opfer, der Rest versank erst nach dem 2. Weltkrieg unter einer Aufschüttung.
Externsteine Der Hängende
Externsteine Der Rufer
Externsteine Sacellum

Die Saga von Widukind

Die alten Heiden, welche einst unser Vaterland bewohnten, waren beinahe alle vom starken Kaiser Karl besiegt und gezwungen worden, sich taufen zu lassen. Herzog Widukind war mit den Seinen allein noch übrig. Aber auch er konnte sich nicht mehr lange halten, und seine Macht wurde alle Tage schwächer. Da erschien ihm einmal bei Nacht der Teufel und versprach ihm, einen Heidentempel zu bauen, der so gewaltig sein solle, daß ihn der starke Karl wohl müßte stehen lassen. Um dieses Heiligtum sollten sich dann alle, die noch den alten Göttern treu wären, in fester Einigkeit scharen. Selbst viele, ja die meisten der Neubekehrten würden wieder umkehren, da in ihrem Herzen der christliche Glaube nur erst schwache Wurzel getrieben habe. Und dafür, versicherte der Teufel, wolle er nichts anders, als daß nur Widukind und die Seinen dem heidnischen Glauben nimmer entsagten! Mit Freuden willigte der Herzog ein, und der Teufel versprach dagegen, den Bau in der nächsten Vollmondnacht zu vollenden. Von dieser Zeit an waren Widukinds Kämpfe gegen Kaiser Karl wunderbarerweise glücklich, und sein Anhang vermehrte sich von Tag zu Tag. So kam die Zeit des Vollmonds, und der Teufel begann sein Werk. Ungeheure Felsen schleppte er aus aller Welt Enden zusammen und türmte sie zu Gewölben und Hallen von ungeheuerem Umfange übereinanden Aber als nun der Riesentempel beinahe ganz vollendet da stand, da hat es Gott dem Widukind plötzlich ins Herz gegeben, daß er seinen argen Wahn erkannte. Eiligst ging er hin in des starken Karls Lager und ließ sich reumütig taufen. Da das der Teufel gewahr wurde, fuhr er in großer Wut über den Tempel her und riß Säulen und Wände und Giebel mit entsetzlicher Kraft auseinander, die Felsen hierhin und dorthin zerstreuend.


Sturmkrieger und die Band TrRollheimen Beltane. 2010



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Deutung der Reliefs an den Externstein