Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Donnerstag, 29. September 2011

Runische Heilungsmagie

Ein weiteres großes Kapitel der Runenmagie ist die Heilungsmagie. Abgesehen vom Gebrauch von Runentalismanen und -amuletten zur Heilung und Abwehr von Krankheiten kann man mit den Runen auch unmittelbar therapeutisch arbeiten. Dies ist sowohl allein als auch mit einem Patienten möglich.

Möchte man bei sich selbst eine Krankheit behandeln, so muß man zunächst ihre Runenentsprechung bestimmen. Dafür gibt es keine eindeutigen Tabellen, denn da jede Rune auf ihre ureigene Weise zu dem Vitki spricht und jedem ihre Mysterien in unterschiedlichem Ausmaß offenbart, sollte man sich dabei lieber auf seine eigene Intuition verlassen als auf die Angaben anderer. Die bei den einzelnen Runen beschriebenen Heilungszuständigkeiten sind daher nur als kleine Anregung zu verstehen, die aber nicht für jeden so richtig sein müssen. Man sollte nach seiner persönlichen Empfindung gehen.

Hat man die entsprechende Rune (oder mehrere) bestimmt, konzentriert man sich auf sie und leitet die aktivierte Energie an die betroffenen Körperstellen und läßt sie dort wirken. Dies kann man so oft und so lange tun, wie es nötig ist.

Einen Patienten kann man ähnlich behandeln, indem man die aktivierte Energie durch die Hände an die betroffenen Körperteile leitet. Es ist hilfreich, wenn der Patient diesen Prozeß durch eigene Konzentration auf die Rune unterstützt, sofern ihm das möglich ist.

Man kann aber auch einen dauerwirksamen Runentalisman oder ein -amulett benutzen, welches man mit Runenenergie geladen hat. Dazu bindet oder klebt man das Objekt entweder an die betroffene Stelle oder trägt es anderweitig am Körper, legt es nachts unter das Kopfkissen o.ä.

Die beste Heilung ist natürlich die Vorbeugung - und damit kommt man zurück zum Thema Schutzmagie.

Wie bei jeder magischen Heilung sollte bei ernsten Beschwerden trotzdem der Arzt aufgesucht werden. Eine magische Behandlung kann zusätzlich zur schulmedizinischen durchgeführt werden, und beide beeinträchtigen einander in der Regel nicht - im Gegenteil, da sie dasselbe Ziel verfolgen, wirken sie eher einander unterstützend.

Magie sollte daher eine physische Heiltherapie niemals ersetzen, immer nur unterstützen. Auf manchen Gebieten ist die eine besser geeignet, auf manchen die andere, aber man sollte eben ruhig alle probaten Mittel nutzen. Außerdem lautet einer der Grundsätze der Magie, daß man nicht unbedingt magisch bewirken sollte, was man auch auf andere Weise erledigen kann.